Making of

Deutsch: „sich davon machen, entfernen, weggehen“Österreichisch: „oapoaschn“Film: „Abspann“Frei übersetzt: „ein Blick hinter die Kulissen“

 

Anstelle eines Berichtes über Projektverlauf, Abschlusspräsentation und Ergebnisevaluation beschränken wir uns bei diesem Projekt auf die Wiedergabe einiger netter, lustiger, unterhaltsamer, aber auch bemerkenswerter Episoden, Ereignisse und Erlebnisse…


Vom „Finanz-o-mat“ zum „Anlage-Coach“
Üblich sind bei Projekten ja Probleme gegen Projektende - bei unserem Projekt kam der Schock gleich zu Beginn: Nur wenige Tage nach Projektbeginn erwarb ein norddeutscher Finanzdienstleister für Versicherungsprodukte beim deutschen Patentamt in München den Markennamen unserer gerade gekauften Domain „finanz-o-mat.de“.
Es blieb uns nach ausführlicher Rechtsberatung nichts anderes übrig, als die Domain aufzugeben und einen neuen Namen zu suchen.
Merke: Kaufe niemals eine Domain ohne zugehöriges Namensrecht.


Wut auf die „Bänker“
Erste Interviewversuche mit Passanten in der Fußgängerzone führten kurz nach der Finanz- bzw. Bankenkrise zu wüsten Beschimpfungen unseres Interviewteams.
Merke: Das Image der Banken ist derzeit nicht das Beste.



Vertrauensverlust der Banken

Einige Vorschläge, wie die Banken das Vertrauen ihrer Kunden wieder
zurückgewinnen könnten, finden Sie im Video "Vertrauen?".
Merke: Unsere Azubis sehen das Verhalten von Banken und Kunden durchaus realistisch.


Eine Videowand als Höhepunkt der Abschlusspräsentation
Neun gleichzeitig laufende Videoclips auf der Leinwand, mit Bildern,
Sprache und Musik, waren für unsere Zuhörer keine geringe Überraschung.
Merke: Bank-Azubis haben durchaus auch künstlerische Ambitionen,
zumindest aber Geschmack, wer hätte das gedacht?





Abschlusspräsentation
Von dem Vorstellen der Website und den ihr zugrunde liegenden Überlegungen und Entscheidungen über die Podiumsdiskussion mit Finanzexperten von Banken und Verbraucherschutz bis hin zum „Surfen mit Häppchen“ in unserer „Investors Lounge“ – die Veranstaltung mit mehr 70 Zuschauern war ein toller Erfolg, was auch von den Gästen und später der Medienresonanz bestätigt wurde (weitere Fotos hierzu unter „Projektgruppe“, lustige Videos rechts oben auf dieser Internetseite).
Merke:  Gute Planung und Vorbereitung ist alles.



Wir sind in den Nachrichten!
Am 06.05.2010 brachte „Antenne Bayern“ um 8 Uhr und um 11 Uhr zwei Kurzbeiträge über unser Projekt, nachdem uns am Vortag ein Reporter in der Schule besucht und über eine Stunde lang ausgefragt hatte (Foto).
Merke: Es ist toll, wenn die eigene Arbeit von anderen auch gewürdigt wird.



Die absolute Sensation: Auf gleicher Augenhöhe mit Karlheinz Schreiber und René Adler
Am Morgen des 05.05.2010 stand ein Bericht über unser Projekt mehrere Stunden lang auf der Homepage von „Antenne Bayern“, dem hörerstärksten Radiosender Deutschlands, als Nachricht noch vor dem Prozess gegen den Ex-Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber und den Torwartproblemen der Fußballnationalmannschaft vor der WM. Ein solches Medienecho schaffte schafft man als Schule, so makaber dies klingen mag, sonst nur mit einem Großbrand oder einem Amoklauf.
Merke:  Für unsere Schule und alle Projektteilnehmer ein Augenblick für die Ewigkeit!

Wir haben das Interesse der Hörer geweckt: zweithöchste Zahl der Seitenaufrufe!
Nach den Mitteilungen des Senders war der Bericht über unser Projekt am 05.05.2010 und 06.05.2010 der Artikel mit den zweitmeisten Seitenaufrufen von allen Internetseiten von „Antenne Bayern“. Auch dies ist geradezu unglaublich und zeigt das riesige Interesse der Menschen an verständlichen und unabhängigen Informationen über Geldanlagen, standen wir doch in Konkurrenz mit Nachrichten über die griechische Staatsverschuldung, das Aufgebot für die Fußball-WM, Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche und einem neuerlichen Flugverbot über Island und Irland.
Merke:  Es ist wohl einmalig, dass sich mehr Internetuser für ein kleines Schülerprojekt als für die großen Schlagzeilen von Politik, Skandalen, Katastrophen und Sport interessieren.

Wir sind Gäste in einer Talkshow!
Am 23.05.2010 waren fünf von uns als Talk-Gäste in der Radiosendung „Menschen am Sonntag“  von „Antenne Bayern“  eingeladen, eine Sendung, die an jedem Sonntag von 9 bis 12 Uhr ausgestrahlt wird und bei bayerischen Rundfunkhörern nicht gerade wenig Zuspruch findet.
Anmerkung für Insider: Wir wissen natürlich auch, dass das Wesentliche von Wandelschuldschuldverschreibungen das Umtauschrecht in Aktien ist und dass die Papiere während ihrer Laufzeit sehr wohl an der Börse gehandelt werden können - aber was sagt man nicht alles, wenn man zum ersten Mal in einem Studio steht und der Moderator einen ununterbrochen nach Hedgefonds fragt, obwohl man eigentlich etwas völlig anderes erzählen möchte... (Interview rechts oben)
Merke: Interviewt zu werden ist eigentlich ganz einfach - man darf nur keine Sekunde daran denken, dass einem hunderte oder tausende Menschen zuhören.


Ein starkes Stück - „Antenne Bayern“ erzielt durch uns Werbeeinnahmen!

Zwei Tage nach Erscheinen des Artikels bei „Antenne Bayern“ wurde sogar Werbung auf die Seite geschaltet. Eine derartige Werbung gab es auf den anderen Seiten in der Rubrik „Bayern“ nicht, nur auf unserer Seite. D.h., „Antenne Bayern“ verdiente doch tatsächlich Geld mit uns.
Merke: Damit sind wir endgültig vom bloßen Schülerprojekt zu einem markttauglichen „Start up“-Unternehmen geworden – man könnte mit unserer Website Geld verdienen!

Google-Ranking
Bereits wenige Tage nach der Präsentation lag die Website bei Google unter „Geldanlagen verständlich erklärt“, „Geldanlagen verständlich“, „Anlage Coach“, „Anlagecoach“, „Geldanleger Test“, „Geldanleger Coach“, „Geldanlage Coach“, „Geldanlage eigene Vernunft“, „Geldanleger eigene Vernunft“, „Drachenflieger Spaziergänger“ sowie „Typologie der Zertifikate“  auf Seite 1, unter „Anlegertest“ auf Seite 3, unter „Geldanlagen Anlegertyp“ auf Seite 4 und unter „Geldanlagen verständlich erklärt“ auf Seite 6. Drei Monate nach Freischaltung der Website standen wir unter dem Suchbegriff „Anlagetipps“ bei Google auf Seite 1. "Anlagetipps" ist jetzt zwar nicht "Sex" oder "Madonna", aber ein seltener Suchbegriff ist das Wort auch nicht gerade (Stand: 23.07.2010).
Merke: Viele Zugriffe und Links führen zu einem hohen Google-Ranking.



Visitenkarten

"Dürfen wir Ihnen eine Visitenkarte unseres Projektes überreichen?" Ein
neuer Marketingansatz für Schulprojekte?
Merke: An Kreativität fehlt es uns nicht.




Anlage-Coach.de als dpa-Meldung

Zu einer eigenen Pressemeldung der Deutschen Presseagentur (dpa) schafft man es als Schulprojekt auch nicht gerade oft, wenn es sich nicht gerade um "Jugend forscht" handelt. Und dass der Fotograf der dpa nicht nur zwei schnelle Fotos schießt, wie die Fotografen der anderen Zeitungen, sondern ein regelrechtes "Fotoshooting" veranstaltet, weiß man auch erst dann, wenn man so etwas selbst einmal erlebt hat. Interessante Erfahrung: Außer von der Welt Online und den lokalen fränkischen Zeitungen wurden der dpa-Artikel ausschließlich von schwäbischen Zeitungen abgedruckt.
Merke: Sparen ist auch für den Schwaben von heute Thema Nummer Eins!



Unsere Anlagetipps zwischen Sex und Verkehrsunfällen
"Banker-Azubis verraten die besten Anlage-Tipps", der erste Artikel über unsere Schule in einer Boulevardzeitung, und dieser noch zwischen "Sex im Beichtstuhl?" und "LKW zermalmt Autofahrerin..." – volksnäher geht es nicht! (Abendzeitung Nürnberg, 07.07.2010)
Merke: Auf Tipps zu Geldanlagen springen sogar Boulevardzeitungen an!

Unsere erste Live-Sendung
Am 15.07.2010 waren wir zu Besuch bei Radio Gong in der Live-Sendung "Guten Morgen Gong", um uns den Fragen von Guido Seibelt und Oriana Günther über unser Projekt zu stellen. Eine Audio-Datei hiervon finden Sie auf dieser Seite rechts oben.
Merke: Auch Guido Seibelt ist nur ein Wanderer!




Und noch ein "Fotoshooting"
Ein ganzes Kamerateam in einem Medienbus und das nur für uns - am 22.6.2010 wurden wir bei glühender Sonne über eine halbe  Stunde lang auf einem Parkdeck gegenüber dem DiBa-Hochhaus im Südwestpark für die Mitarbeiterzeitung der ING-DiBa namens "Intern" fotografiert, und dies ganz profimäßig mit einem riesigen Sonnensegel, das zwei Helfer des Fotografen die ganze Zeit über in die Höhe hielten. Dazwischen und anschließend noch eine Befragung durch die Redakteurin von "Intern", für uns inzwischen fast schon „business as usual“.
Merke: Unsere Jungs und Mädels von der DiBa als Vorbilder in der Mitarbeiterzeitung ihrer Bank - auch kein schlechter Projekterfolg!

Der erste Link einer Bank
Seit August 2010 empfiehlt die Nürnberger Sparkasse all ihren Kunden in der Rubrik "Wertpapiere und Börse", sich vor einem Beratungsgespräch bei anlage-coach.de zu informieren.
Merke: Das ist genau das, was wir immer erträumt und gewollt haben – unsere Website als praktische Hilfestellung für jeden Anleger in Deutschland!

Für alle Nürnberger Bürger
Am 21.08.2010 wurde unsere Internetplattform allen Nürnberger Bürgern ans Herz gelegt. Der Hinweis erschien auf der Homepage der Stadt Nürnberg in der Rubrik „Stadt und Bürger“.  Die Internetseite der Stadt Nürnberg wird millionenfach aus aller Welt aufgerufen.
Merke: Seite an Seite mit dem berühmten Christkindlesmarkt!

webseite stadt nürnberg


Vom Azubi zum Wertpapierexperten?
Im September 2010 brachte sogar die Bayerische Börse in ihrem Hochglanz-Magazin für Privatanleger („Südseiten“) einen Hinweis auf unser Projekt: „Geldanlage ohne Fachchinesisch“.
Merke: Der „Anlage-Coach“ als Geheimtipp für Großanleger?

Alleinstellungsmerkmal "Glaubwürdigkeit"
Im Forum von Focus Online fragt ein User: "Kann mir jemand ein unabhängiges Finanzportal empfehlen?" Und bereits die zweite Antwort lautet: "www.anlage-coach.de" (Forumseintrag vom 03.08.2010). Dies beweist, dass die Netzgemeinde uns im Bereich Geldanlagen eine sehr hohe Glaubwürdigkeit zuerkennt. Ein Nürnberger Unternehmernetzwerk spricht uns sogar derzeit das Alleinstellungsmerkmal für "Glaubwürdigkeit" bei Infos über Geldanlagen im Internet zu.
Merke: Viele Menschen in Deutschland glauben offenbar eher 23 Bankazubis aus Nürnberg als ihrer eigenen Bank.

Unser Entrée in die internationale Finanzwelt
Am 23.09.2010 stellte die ING-DiBa in Frankfurt einem ausgewählten Kreis internationaler Finanzexperten wie dem Altkanzler Helmut Schmidt und dem ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ihre neue Internetplattform „Finanzversteher.de“ vor. Bei dieser Gelegenheit durften auch zwei Projektteilnehmer unseren Anlage-Coach präsentieren.
Merke: Politgrößen wie Helmut Schmidt und Peer Steinbrück vor dem Anlage-Coach – eine weitere unglaubliche Episode in unserem Projektmärchen.

Eine herbe Enttäuschung
Nach fast einem Jahr Prüfzeit teilte uns das Deutsche Patent- und Markenamt mit, dass eine Eintragung der Wortmarke „Anlage-Coach“ nicht möglich sei, da der Name den Marktzugang für ähnliche Internetplattformen und sonstige Unternehmen der Geld- und Anlageberatung verhindere.
Merke: Das Markenrecht ist so kompliziert, dass man sich auf jeden Fall einen Patentanwalt leisten sollte. Als Privatmann oder Kleinunternehmer hat man hier keine Chance.

Unser erster Fernsehauftritt – live im Studio bei „Frankenschau aktuell“
Erst wurden wir vom Bayerischen Fernsehen in der Schule gefilmt und dann durften wir noch ins Fernsehstudio zu einer Talkrunde (26.10.2010, "Frankenschau aktuell", Bayerischer Rundfunk, Regionalschiene Nord, 17:30 bis 18:00 Uhr). Wer hätte das gedacht – wir live im Fernsehen! Und hinterher noch viel Lob von unseren Freunde und Kollegen.
Merke: Schaut in einer Talkshow einfach immer den Moderator bzw. den Sprechenden an, alles andere machen die Fernsehleute!

Frankenschau


Und noch eine Sensation: „TheoPrax-Preis 2010“ für den „Anlage-Coach“
Am  10.11.2010 wurde der Projektgruppe „Anlage-Coach.de“ der Berufsschule 4 der Stadt Nürnberg der renommierte „TheoPrax-Preis“  der deutschen Fraunhofer Institute für den Bereich der Beruflichen Schulen überreicht.
Der „TheoPrax-Preis“  zeichnet hervorragende Projektarbeiten in Schulen und Hochschulen aus, die sich durch innovative Lösungsvorschläge, kreative Umsetzungen und gesellschaftsrelevante Auswirkungen der erzielten Ergebnisse auszeichnen.
Die  Projektgruppe „Anlage-Coach.de“, in der 23 Bankauszubildende aus mehreren Kreditinstituten mitgearbeitet haben,  erhält die Auszeichnung für ihre gleichnamige Internetplattform für Geldanleger, die ein riesiges Medienecho gefunden hat und selbst in der Bankenwelt auf hohe Zustimmung gestoßen ist.
Die Preisverleihung fand im TheoPrax-Zentrum des Fraunhofer Instituts für Chemische Technologie in Pfinztal-Berghausen statt.
Merke: Ein Preis von Fraunhofer – dies ist unser Ritterschlag von Seiten der Wirtschaft!

Urkunde

Drei auf einen Streich!
Nahezu zeitgleich mit der Preisverleihung sendeten der Westdeutsche Rundfunkt auf WDR 5 („Profit“, WDR 5, 09.11.2010, 18:05 – 18:30; wir kommen gleich nach der HSH Nordbank, einer der Banken, die sich mit am schlimmsten verspekuliert haben) und der Bayerische Rundfunkt auf Bayern 1 („Mittags in Bayern“, 10.11.2010, 12:05 bis 13:00 Uhr) und auf Bayern 3 („Bayern3 Extra“, 10.11.2010, 16 bis 19 Uhr) einen Bericht über unser Projekt. (Hörprobe vgl. Audiodateien am Seitenbeginn)
Merke: Wenn man die eigenen Interviews im Radio hört, merkt man erst, wie dialektgefärbt man selbst tatsächlich spricht (aber offenbar ging es gerade noch - die Sendung im WDR wurde ohne Übersetzung ins Hochdeutsche übertragen).

Leider nicht geklappt
Am 13.11.2010 waren wir von der Bayerischen Börse zum Bayerischen Börsentag eingeladen und hätten sogar - neben 80 anderen Ausstellern - einen eigenen Messestand bekommen. Unsere Planungen waren schon fertig. Aber leider fanden sich nicht genügend Projektteilnehmer zum Mitfahren. So mussten wir diese Chance leider ungenutzt verstreichen lassen.
Merke: Wenn die Schüler nicht mehr an der Schule sind und studieren oder eine Arbeitsstelle haben, ist es sehr schwer, noch genügend Projektteilnehmer für Events zu finden. Selbst zur Preisverleihung durften bzw. konnten nur fünf von 23 Projektteilnehmer mitfahren.

Schade!
Beinahe wären wir zum zweiten Mal ins Fernsehen gekommen: auf ZDF Neo. Aber nachdem wir das Kamerateam zwecks Personalmangel um einen Monat vertrösten mussten, fiel der Drehtermin aus.
Merke: Wenn es um die Presse geht: sofort oder gar nicht!

Bewertung: Perfekt
„Eine Anlageberatung ist eine sehr persönliche Sache. Umso wichtiger, dass man sich sicher sein kann, die beste Beratung für sich selbst zu bekommen. Es gibt inzwischen eine unabhängige Anlaufstelle im Internet, bei der man seinen Anlegertyp anonym durch einige wenige Fragen feststellen kann. [..] Bewertung: Perfekt“ (Auszug aus privaten Homepage)
Merke: Noch immer erhalten wir viel Lob im Netz.

Website aus Sicht von interessierten Jugendlichen ok
Ein Vergleich der zwei professionellen Websites "Finanzversteher.de" (ING-Diba) und "Verbraucherfinanzwissen.de" (Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) mit unserem "Anlage-Coach" erbrachte für unsere Schüler-Website sehr gute Befragungsergebnisse (einmal Platz 1, knapp vor "Finanzversteher.de", und einmal Platz 2, knapp hinter "Finanzversteher.de"). Die Online-Evaluation im Auftrag der ING-Diba wurde anonym in einer 11. und einer 12. Bankfachklasse an unserer Schule durchgeführt.
Merke: Zumindest aus Jugendperspektive und mit unseren bescheidenen Geldmitteln ist der Anlage-Coach kaum noch zu verbessern.

Investors Lounge für Senioren
Am 07.04.2011 fand eine Anschlussveranstaltung zum „Anlage-Coach“ statt: „Investors Lounge für Senioren“. Die Gemeinschaftsveranstaltung mit der Börsengruppe des „Computerclubs Nürnberg 50plus“ lotete Geldanlagemöglichkeiten für Senioren aus und thematisierte die Erfahrungen der Geldanleger mit ihren Hausbanken.



Infos hierzu unter: http://b4wertpapiertag.jimdo.com/
Merke: Man sollten Senioren nicht unterschätzen - unsere Azubis kamen bei der Veranstaltung ganz schön ins Schwitzen, und dies nicht nur bei Nachfragen zum Optionsschein.

Doch kein Verkauf der Website
Bereits eine Woche nach Vorstellen unserer Website hatten wir eine renommierte deutsche Bank als Kaufinteressenten. Zum Verkauf der Website kam es dann allerdings doch nicht: Erst wollten wir selbst die Unabhängigkeit der Website erhalten, um die überaus positive Medienreaktion nicht zu gefährden. Anschließend scheiterten die Verhandlungen mit der Bank erstaunlicherweise sowohl an rechtlichen Bedenken auf Seiten der Leitung unserer Schule (Wer bekommt das Geld? Darf man ein Unterrichtsprodukt überhaupt verkaufen? Verliert der schulische Förderverein dadurch seine Gemeinnützigkeit? etc.) wie auch an den praktischen und ebenfalls rechtlichen Erwägungen auf Seiten der Kaufinteressentin (Wie organisiert man die aktuelle und zukünftige Pflege der Internetseiten? Muss man nicht Schadensersatzforderungen von Kunden fürchten, wenn diese sich nach finanziellen Verlusten auf die Inhalte der Website berufen?).
Merke: Auch wenn immer wieder gefordert wird, dass schulische Projekte sich nicht auf eine abgeschirmte pädagogische Spielwiese beschränken, sondern in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Realität einmünden sollen – die praktische Umsetzung eines solchen Vorhabens ist nun wahrlich nicht leicht!

Bessere Einschätzung als viele Finanzexperten
„Krise bei Immobilienfonds hält an – Von den 24 für Privatanleger wichtigsten offenen Papieren sind zehn geschlossen“ titelten die Nürnberg Nachrichten am 28.04.2011. Für den Anlage-Coach ist dies nichts Neues. Anders als viele „Finanzexperten“ stuften wir offene Immobilienfonds schon immer als weit unsicherer ein („Hochgebirgswanderer“), als dies normalerweise geschieht. Geschlossene Immobilienfonds sind aus unserer Sicht überhaupt nicht für Privatanleger geeignet. Die Begründungen hierfür sind nachzulesen in der Rubrik „Das Rechenmodell“.
Merke: Trauen Sie eher Ihrem gesunden Menschenverstand als den vollmundigen Aussagen vermeintlicher „Wertpapierexperten“

Bis heute kein Änderungsbedarf
Wie richtig die vorsichtigen und konservativen Annahmen in unserem Rechenmodell waren, zeigt sich daran, dass wir trotz Hypothekenkrise, Bankenkrise und Finanzkrise, trotz der Schließung großer und renommierter offener Immobilienfonds sowie der überraschenden Verluste vermeintlich sicherer Geldmarktfonds bis heute keine einzige Korrektur an unserem Anlegertest und an der Risikoeinstufung unserer mehr als 70 Geldanlagen vornehmen mussten. Den Kauf von ausländischen Investmentzertifikaten und Staatsanleihen hatten wir für normale Anleger übrigens von Anfang an ausgeschlossen. Und noch immer sind unsere Beschreibungen der Geldanlagen besser und verständlicher als die seit Juli 2011 gesetzlich vorgeschriebenen „Produktinformationen für Finanzprodukte“ nahezu aller Banken, wie erst wieder Untersuchungen ergaben (SZ vom 01.07.2011: „Kauderwelsch für die Kunden“).
Merke: Vielleicht sollte das Verbraucherministerium den Banken einfach vorschreiben, unsere Produktinformationen auszuhändigen?

Beeindruckende Webpräsenz
Auch über 1 ½ Jahre nach Projektabschluss sind wir unter den nicht gerade seltenen Suchbegriffen „Geldanlagen verständlich erklärt“ und „Anlagetipps“ bei Google noch immer auf Seite 1. Das gilt auch für das Anschlussprojekt „Investors Lounge für Senioren“: Google Seite 1 unter „Investors Lounge“ (Stand: Nov. 2011).
Damit nicht genug: Google hat infolge unseres Projektes sogar neue Wortvorschläge in seine Suchmaschine aufgenommen (z.B. „Anlage-Coach.de“ oder „Investors Lounge für Senioren“). 
Merke: Man kann auch mit Schülerprojekten die Welt - ein klein wenig - verändern!

Wieder kein Messestand
Auch eine Einladung zur „Fra Mediale 15“ an der an der Fachhochschule Frankfurt am Main, einer Fachtagung für digitale Medien in Bildungseinrichtungen, konnte wegen „Personalmangel“ leider nicht wahrgenommen werden (Sep 2011).
Merke: Schüler an berufsbildenden Schulen sind nach ihrer Ausbildungszeit so in Beruf und Studium eingebunden und soweit regional verstreut, dass es fast unmöglich ist, nachher noch Aktionen durchzuführen.

Keine Risiken mehr mit Zertifikaten?
Kein Wunder! Zertifikate werden neuerdings einfach als „Anleihen“ bezeichnet, und das selbst von Sparkassen. Das Risiko bleibt, nur der Name ändert sich. Der Anleger ist mal wieder der Dumme. Auch ETFs (börsennotierte Indexfonds) und Geldmarktfonds werden neuerdings „synthetisch“ oder „swapbasiert“ ausgestaltet, wodurch sich das Risiko des Anlegers deutlich erhöht. Schöne Worte verharmlosen kaum noch durchschaubare Finanzkonstruktionen...
Merke: Sehr viel haben die meisten Banken offenbar nicht dazu gelernt.

Anlage-Coach.de wird „Lehr- und Lernplattform“
Lehrer von unterschiedlichen Schulen und Berufsbereichen haben vier Unterrichtseinheiten zum Thema Geldanlage entworfen, die den gesamten Lernstoff im Lernfeld 14 „Kunden über Finanzprodukte informieren“ für den Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ beinhalten, die aber auch gut in allgemein bildenden Schulen eingesetzt werden können. Bereits nach kurzer Zeit war die URL der Unterrichtseinheiten bei Google unter Suchbegriffen wie „Geldanlage Unterricht“ auf Seite 1, teilweise sogar vor renommierten und bekannten Websites wie www.jugend-und-bildung.de oder www.hoch-im-kurs.de (Stand: Juni 2012).
Merke: Wir mausern uns von einer Informationswebsite zur Lernplattform.

Kein Markenrecht für „Anlage-Coach“
Am 04.07.2012 kam die endgültige Absage des Patentamtes in München: kein Markenrecht für "anlage-coach" (sog. „Wortmarke“). Der Begriff sei zu allgemein und würde alternativen Wettbewerbern den Marktzugang versperren.
Merke: Einen Antrag beim Patentamt sollte man sich gut überlegen – sonst sind 300 Euro verloren.

2. Investors Lounge für Senioren
Am 19. Juli 2012 fand die zweite „Investors Lounge für Senioren“ statt, eine offene Aussprache unserer Bankazubis mit der Börsengruppe des „Computerclubs Nürnberg 50+“. Dieses Mal übernahmen die Senioren sogar die Vorträge und stellten ihre Erfahrungen mit Geldanlagen zur Diskussion.



Infos hierzu unter: http://b4investorslounge.jimdo.com/
Merke: Wir haben damit eine richtige Veranstaltungsreihe „Jung trifft Alt“ aus der Taufe gehoben.

„InnoWard 2012“ für Anlage-Coach.de
Der Bildungsverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zeichnete auf dem Bildungskongress 2012 die „Lehr- und Lernplattform ‚Anlage-Coach.de‘“ mit dem „Innoward-Bildungspreis“ aus (2. Platz in der Rubrik „Berufliche Erstausbildung“, Dortmund 25.09.2012).
Der InnoWard-Bildungspreis prämiert vorbildliche Projekte, „von denen innovative Impulse für die Bildungsarbeit in der Versicherungsbranche zu erwarten sind und die sich in der Praxis bereits erfolgreich bewährt haben“.




Merke: Schon die zweite renommierte Auszeichnung für den Anlage-Coach – es zahlt sich also aus, wenn schulische Projekte keine Eintagsfliegen sind, sondern langfristig weitergeführt werden.
 

Doch wohl nicht so einfach
Eigentlich wollte ein Referendar an unserer Schule den Online-Test als App programmieren. Leider wurde daraus nichts. War offenbar doch zu schwer.
Merke: Auch bei uns gibt es immer wieder Rückschläge. Nicht alle Ideen lassen sich realisieren.

Positive Rückmeldungen von Schulen
Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von Lehrkräften, die die Unterrichtseinheiten zum Anlage-Coach in ihrem Unterricht ausprobiert haben (April – Nov 2012). Und selbst ohne Unterrichtseinheiten waren die Feedbacks zum Anlage-Coach schon sehr positiv: „Eignet sich in abgespeckter Form auch für gewerblich Schulen: Verbraucherberatung/Sparen im 2. Lehrjahr.“ (so z.B. ein Mail vom 15.05.2012).
Merke: Ob mit oder ohne Unterrichtseinheiten – unseren Anlage-Coach kann man offenbar schon ganz gut im Unterricht einsetzen.

Höhen und Tiefen
Wenn der Wind sich dreht, dann geht es ganz schnell, auch beim Google-Ranking: Waren wir jetzt doch über zwei Jahre lang mit dem Anlage-Coach unter „Anlagetipps“ bei Google auf der ersten Seite – nach dem Abrutschen auf Seite drei und fünf hat es dann keine zwei Wochen gedauert und wir sind im Nirwana des Netzes verschwunden!
Das heißt natürlich nicht, dass man uns nicht mehr findet. Unter „anlagecoach“, „anlage-coach“, „anlage-coach.de“ oder unter „geldanlagen verständlich erklärt“, „geldanlagen einfach und verständlich“, „anlegertyp“,  „anlegertyp test“, „geld anleger test“ und einigen anderen Suchbegriffen sind wir nach wie vor auf Google-Seite 1. (Stand: 04.12.2012)
Merke: Das Netz ist wankelmütig. Man kann im Idealfall schnell nach vorne kommen, genauso schnell aber wieder zurückfallen – und dies ohne erkennbaren Grund.

Ehemaliger Bafin-Mitarbeiter würdigt Anlage-Coach
Wer hätte das gedacht? Die oberste Bankenaufsicht in Deutschland nimmt nicht nur Notiz von uns, sondern lobt uns auch noch und macht Verbesserungsvorschläge für einige unserer Internetseiten! Ein (ehemaliger) Bafin-Mitarbeiter und Mitautor des Bafin-Journals schreibt uns: „Die Website ‚Anlage-Coach.de‘ wird zu Recht gelobt. Die Einteilung in Anlegertypen ist weit besser als die, die ich von Kreditinstituten kenne. Erstmals kann ich sagen, dass ich mit meinen Anlagevorstellungen und meinem Anlageverhalten richtig eingestuft bin. Die Geldanlagen sind wirklich verständlich erklärt und für die Information von Anlegern weitaus besser geeignet als die meisten Produktinformationsblätter, in denen oft mehr Wert auf Rechtssicherheit für den Anbieter gelegt wird als auf wirkliche Information.“ (Mailauszug 16.12.2012)
Merke: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Nix Wikipedia
Der Versuch, anlage-coach.de auf Wikipedia bei „Geldanlage“ als Link zu implementieren,  war nicht erfolgreich. Der Vorschlag führte nur dazu, dass auch alle anderen Weblinks entfernt wurden (11.01.2013). Positiver wurde hingegen ein Linkvorschlag für die Wikipedia-Seite „Projektunterricht“ aufgenommen („http://www.kubiss.de/bildung/projekte/schb_netz/ipro.htm“). Nachtrag: Einige Monate später wurde aber auch dieser Link wieder gelöscht. Zwei Schweizer Unis verteidigen offenbar eisern ihre drei (wenig praxisnahen) Linkempfehlungen (auf sich selbst).
Merke: Die Autorenschaft bei Wikipedia ist ein hartes Geschäft. Dort wird um jeden Satz und jeden Link heftig gerungen.

Der Anlage-Coach wird grün
Wir haben inzwischen auch Unterrichtsmaterialien für „nachhaltige“ Geldanlagen im Angebot (vgl. Rubrik „Lehrerinfo“). Die Unterrichtseinheit ist zudem durchaus innovativ, und dies sowohl methodisch als auch inhaltlich (u.a.: Entwickeln und Anwenden eines Beurteilungsrasters für nachhaltige Geldanlagen). Derzeit gibt es u.W. keine vergleichbaren Unterrichtskonzepte im Netz.
Merke: Bereits zwei Wochen nach Freischaltung lag die Unterrichtseinheit unter „nachhaltige geldanlagen unterricht“ im Google-Ranking auf Seite 1 (11.02.2013).



Anlage-Coach in der Lehrerfortbildung
"Geldanlage im Unterricht - fertige Unterrichtseinheiten für Sek II" – In der gleichnamigen Veranstaltung des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie der Stadt Nürnberg am 22.02.2013 wurden Lehrinnen und Lehrer aus verschiedenen Schularten mit dem Anlage-Coach bekannt gemacht und in die pädagogische Umsetzung der vorhandenen Unterrichtsmaterialien eingeführt.
Merke: Wir sind inzwischen auch für Lehrer ein Geheimtipp!

Musste die Bundesregierung denn unbedingt…
… ihre schönen Geldanlagen für Privatanleger einstellen? Gut, die Tagesanleihe war vermutlich überflüssig, aber Finanzierungsschätze und Bundesschatzbriefe waren jahrzehntelang für Millionen von Menschen eine sichere Geldanlage. Grundgedanke dieser Anlagen war von Anfang an, dass die Bürger ihren Staat verlässlich finanzieren und dafür eine angemessene Verzinsung erhalten. Ob die Kreditaufnahme bei internationalen Geldgebern auf Dauer wirklich so viel einfacher und billiger werden wird? Und was ist von einem Staat zu halten, der seine eigenen Bürger als Kapitalgeber nicht mehr möchte? Da fühlt man sich doch an gewisse Banken erinnert, die keine Normalkunden mehr wollten, weil ihnen das Investmentbanking lukrativer erschien. Auf jeden Fall aber hat uns die Bundesregierung dadurch zum ersten inhaltlichen Update des Anlage-Coach gezwungen.
Merke: Alle Änderungen bei Bundeswertpapieren zum 31.12.2012 sind im Anlage-Coach eingearbeitet, und zwar im Anlegertest, den Anlegerklassen und in allen Produktinformationen.

3. Investors Lounge für Senioren
Am 18. Juli 2013 fand die dritte „Investors Lounge für Senioren“ statt, dieses Mal zum Thema „Nachhaltige Geldanlagen“. Dass auch unsere Veranstaltungsreihe mit der Börsengruppe des „Computerclubs Nürnberg 50 plus“ zumindest medial „nachhaltig“ ist, erkennt man schon daran, dass es bei Google inzwischen einen eigenen Wortvorschlag „Investors Lounge für Senioren“ gibt. Dieses Mal mussten die Senioren selbst aktiv werden: Gemischte Azubi-Senioren-Gruppen hatten die Nachhaltigkeit vorgegebener Geldanlagen (z.B. Adidas-Aktie oder „Sarasin OekoFlex“-Fonds) zu beurteilen und nach vorgegebenen Kriterien einen „Nachhaltigkeits-Steckbrief“ mit „Nachhaltigkeits-Würfel“ zu erstellen.
Merke: Die offenen Diskussionen zwischen Bankazubis und Seniorenanlegern haben sich bewährt. Vielleicht sollten auch die Vorstände oder Anlageberater bestimmter Banken mal bei uns vorbeischauen - dann würden sie im O-Ton erfahren, was Bankkunden wirklich denken und wünschen.

Das eigene Lob liest man natürlich besonders gerne
Die Jury begründete die Verleihung des Innoward-Bildungspreises 2012 an unsere Website wie folgt: „Mit der Website »Anlage-Coach.de« haben Auszubildende an der Berufsschule 4 Nürnberg eine Lernplattform mit Unterrichtseinheiten für das eigenverantwortliche Lernen entwickelt und gleichzeitig einen Anleger-Selbsttest geschaffen, der jedem potenziellen Geldanleger auf verständliche und auch pfiffige Art – hinterlegt mit 70 Video-Clips – Orientierung für seine Anlageentscheidung bietet. Damit greift das Projekt ein aktuelles Verbraucherschutz-Thema auf und deckt auch die Inhalte des Lernfelds 14 der Kaufleute für Versicherungen und Finanzen umfassend ab. Dass das Tool in der Praxis gut angenommen  wird, zeigt sein Ranking bei Google und die positive Presseresonanz – dieses Tool, so meint die Jury, ließe sich auch auf Vermittlerseiten einbinden. Das durchdachte und glaubwürdige Konzept, die Einsatzmöglichkeit im Unterricht, die begeisterte Arbeit der Azubis, die anschauliche Aufmachung, die professionelle und dabei beeindruckend kostengünstige Umsetzung – und im Ergebnis der hohe Nutzwert für die Verbraucher – sind die Argumente, die die Jury von Qualität und Charme des Projekts überzeugt haben.“


Merke: Danke, liebe Jury – von solchem Lob könnte man in der schulischen Projektarbeit noch mehr brauchen.

„Nachhaltigkeitscheck“ für Geldanlagen
In der Nachfolge des Anlage-Coach entwickelte eine weitere Projektgruppe unserer Schule Kriterien für die „Nachhaltigkeit“ von Geldanlagen und ein Beurteilungssystem, das jedem Anleger ein eigenes Nachhaltigkeits-Rating beliebiger Geldanlagen erlaubt. Die Website mit ihren Downloadangeboten, Videointerviews und schon mehr als 20 „Nachhaltigkeits-Steckbriefen“ kann sich sehen lassen.


Merke: Endlich eine verständliche und praxisnahe Definition von „nachhaltigen“ Geldanlagen.

Aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt?
Noch immer verstecken viele Banken hoch spekulative Anlagen unter klangvollen, irreführenden Namen: so sind z.B. die „Express-Anleihe“ der Landesbank Baden-Württemberg und die „Crelino-Anleihe“ der HVB eigentlich Aktienanleihen, die bei sinkenden Aktienkursen zu immensen Verlusten führen. Auch die genossenschaftliche WGZ-Bank versteckt ihre Zertifikate neuerdings unter dem Begriff „Indexanleihe“.
Merke: Manche Banken sind offenbar unbelehrbar!

Das Verlustgeschäft mit Schiffsfonds geht weiter
Die Auswirkungen der Finanzkrise haben in den vergangen Jahren zur Insolvenz von mehr als 120 Schiffsfonds geführt, doch noch immer werden solche Fonds von einzelnen Banken angeboten und beworben. Medienberichte deuten sogar darauf hin, dass es bei vielen Schiffsfonds ausschließlich um Erträge für die Herausgeber und alle Beteiligten dieser Fonds ging. Gewinne für die Geldanleger waren niemals geplant.
Merke: Auch auf dem offiziellen Kaitalmarkt tummeln sich schwarze Schafe, die vom Normalanleger kaum zu durchschauen sind.

Anfrage zwecks „Product Placement“ (= versteckte Werbung)
Eine Werbeagentur bot uns am 21.03.2013 im Auftrag eines Kunden Geld für eigene Artikel auf unserer Website an. Sie war auch bereit, die Seiten selbst zu schreiben und redaktionell zu betreuen, „selbstverständlich neutral gehalten und thematisch passend“…
Merke: Offenbar sind wir werbemäßig schon so attraktiv wie die „Apotheken-Umschau“.

Anlage-Coach und Verbraucherschutz
Eine kleine Sensation: Zum ersten Mal, seitdem wir an unserer Schule Projekte zu Geldanlagen machen, wurde von einer Verbraucherschutzorganisation auf uns verlinkt!!!


Merke: Qualität setzt sich durch! (Ausspruch unseres ehemaligen Schulleiters)

Heilsbringer EZB?
Auch sechs Jahre nach der Finanzkrise gibt es keinerlei inhaltliche Beschränkungen für die Anlagen der Banken. Alle Maßnahmen drehen sich ausschließlich um die Stärkung des Eigenkapitals. Und auch, dass jetzt die EZB die Großbanken kontrolliert, dürfte kein Allheilmittel sein: a) den letzten „Stresstest“ der EZB haben alle Banken bestanden, auch völlig marode Banken b) die neue Doppelfunktion der EZB als unabhängige Steuerungsinstanz und gleichzeitig Kontrolleur wird diese in nicht geringe Entscheidungsprobleme führen c) auch die EZB ist nach dem erstmalig endgültigen Ankauf von Staatsanleihen aus Krisenländern nicht ohne Eigeninteresse, müsste sie doch jetzt schon Konkurs anmelden, wenn sie diese Papiere in ihrer Bilanz zu einem realistischen Kurs ansetzen würde (mindestens 120 Mrd. EUR Krisenpapiere bei ca. 8 Mrd. EUR Eigenkapital) d) Manche Kritiker werfen der EZB sogar vor, sie würde durch ihre Geldschwemme gerade für angeschlagene Banken „Zombie-Banken“ heranzüchten. Auch die Deutsche Bundesbank warnt immer wieder vor dieser künstlichen „Geldblase“ der EZB.
Merke: Noch immer fehlen wirksame Beschränkungen für die hochriskanten Geschäfte einzelner Banken - die nächste „Finanzkrise“ scheint vorprogrammiert.

Niedrigzinsphase erschwert sichere Geldanlage
Leider ist die Aussagekraft unseres Tests derzeit etwas eingeschränkt, da viele Anlageformen überhaupt nicht mehr angeboten (z.B. Inhaberschuldverschreibungen von Banken) oder so niedrig verzinst werden, dass sie kaum noch eine ernsthafte Anlagealternative darstellen (Bundespapiere, Spareinlagen, Sparbriefe usw.). Durch die Geldschwemme der EZB im Zuge der Bankenrettung und der Finanzkrise sind die Zinsen so niedrig, dass die meisten sicheren Geldanlagen nicht einmal mehr die Inflation ausgleichen. Das ändert allerdings nichts an der prinzipiellen Richtigkeit unserer Aussagen. Daher ist es aus unserer Sicht nicht erforderlich, an dem Rechenmodell des Tests aktuell etwas zu verändern. Die aktuelle Sondersituation ändert auch nichts am volkswirtschaftlichen Grundgesetz: Eine gegenüber der Gütermenge überproportional steigende Geldmenge führt über kurz oder lang zu Preissteigerungen und Inflation.
Merke: Freuen wir uns - trotz Vermögensentwertung und Niedrigzinsen - über die niedrige Inflationsrate. Die nächsten Preissteigerungen kommen schneller als uns lieb sein wird.

Der Anlage-Coach ist jugendfrei!
Inzwischen wird der Anlage-Coach auch bei der Kindersuchmaschine „www.fragFINN.de“ angeboten. Er zählt damit zu den medienpädagogisch geprüften, auch für Kinder geeigneten und jugendfreien Inhalten im Internet. Bestätigt wird dies auch von Webutations.net (http://www.webutations.net/de/review/anlage-coach.de).
Merke: Wir decken jetzt alle Altersklassen ab, von Kindern bis Senioren!

Kein Ton mehr bei unseren PowerPoint-Dateien?

Seit dem Umzug auf den neuen Server springt bei den PowerPoint-Dateien die Vertonung offenbar nicht mehr automatisch an. Einfaches Hilfsmittel: Erst die Audiodatei starten, dann sofort die PowerPoint-Datei aufrufen und starten – und schon hat man eine vertonte PowerPoint-Präsentation!!!!
Merke: Help yourself!

4. Investors Lounge für Senioren
Beim vierten Aufeinandertreffen von Bankazubis der B4 und Seniorenanlegern des Computerclubs Nürnberg 50+ untersuchten die Veranstaltungsteilnehmer die Aussagekraft und Trefferquote von „Social Trading“-Plattformen und stellten ihre eigene „Schwarmintelligenz“ unter Beweis.
Link: http://ils2014.jimdo.com/


Merke: Leider spricht weder unsere eigene „Schwarmintelligenz“ noch die der von uns untersuchten Social Trading-Plattform für mehr Börsenerfolg.

Kritisches Urteil einer pädagogischen Bewertungsstelle für Verbraucherschutz
Die Gutachter einer unabhängigen pädagogischen Bewertungsstelle für Verbraucherbildung namens „Materialkompass“ haben den Anlage-Coach und den Nachhaltigkeits-Check für Geldanlage auf ihre Eignung für den Einsatz im Unterricht geprüft. Das Urteil fiel doch sehr kritisch aus: „Dennoch lässt sich die für alle Teile formulierte Selbsteinschätzung bzw. das wiederholte immense Eigenlob, ein rundherum verständliches und für ‚jedermann‘ geeignetes innovatives Material geschaffen zu haben, u.a. angesichts fehlender Einbettung in wirtschaftliche Kontexte, einer weitgehenden Einengung der Perspektive auf die der Banken und ihrer Mitarbeiter sowie nur partiell erkennbarer Anwendungsbezüge im Hinblick auf den Einsatz an allgemein bildenden Schulen nicht teilen.“ Außerdem hätten wir den Genderaspekt bei Geschlechterrollen außer Acht gelassen. Zumindest „eine grundsätzliche Eignung der Materialien für den Einsatz an der Berufsschule“ wurde uns dann aber doch attestiert: Methodik & Didaktik: ausreichend / Fachlicher Inhalt: befriedigend / Formale Gestaltung: befriedigend - eigentlich ein Wunder, dass wir dann als Gesamtprädikat doch noch zwei von vier möglichen Sternen erhielten.
Auch wenn man bei so viel Kritik natürlich zunächst etwas betroffen ist, konnten wir uns dann doch zwei Einsichten zugutehalten: Einmal ist es schon außergewöhnlich, dass ein Schülerprojekt überhaupt so ernst genommen und ebenso begutachtet wird, wie die Unterrichtsmaterialien von Verlagen und Banken, die seit Jahren auf dem Markt sind. Zum zweiten stellt man beim Vergleich mit anderen Materialien fest, dass nicht wenige der seit Jahren bekannten, bewährten und teuer hergestellten Unterrichtsmaterialien von Verlagen und Banken bei den Gutachtern auch nicht besser oder sogar schlechter (!!!) abgeschnitten haben als unser Schülerprojekt. Auf diesem Hintergrund ist unsere Bewertung vermutlich sogar ganz gut.
http://www.verbraucherbildung.de/materialkompass/unterrichtsmaterial/wie-lege-ich-mein-geld-am-besten
Merke: Die erste Betroffenheit wandelte sich in eine stille Zufriedenheit.

Ein Blick zurück 
Besser fiel da im Jahr 2012 das Urteil der Innoward-Jury aus: „Mit der Website »Anlage-Coach.de« haben Auszubildende an der Berufsschule 4 Nürnberg eine Lernplattform mit Unterrichtseinheiten für das eigenverantwortliche Lernen entwickelt und gleichzeitig einen Anleger-Selbsttest geschaffen, der jedem potenziellen Geldanleger auf verständliche und auch pfiffige Art – hinterlegt mit 70 Video-Clips – Orientierung für seine Anlageentscheidung bietet. Damit greift das Projekt ein aktuelles Verbraucherschutz-Thema auf und deckt auch die Inhalte des Lernfelds 14 der Kaufleute für Versicherungen und Finanzen umfassend ab.“ So etwas lesen wir natürlich lieber.
https://muenchen.bwv.de/uploads/tx_sgbwvdownloads/InnoWard12_Pressemappe_01.pdf  (S.4 f.)
Merke: Es kommt halt immer auf die Perspektive des Gutachters an.

Vier Jahre nach Projektstart: Eine Empfehlung der Wirtschaftswoche

Unter dem Motto „Wie werde ich ein besserer Anleger?“ empfiehlt die renommierte „Wirtschaftswoche“ zwei Online-Tools: eine Simulation der Universität Mannheim und unseren „Anlage-Coach“. Dies erfüllt uns mit Stolz! 
http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/gute-vorsaetze-welcher-risikotyp-bin-ich/9257516-2.html
Merke: Es ist toll, dass unser Anlage-Coach in der Öffentlichkeit noch immer so positiv wahrgenommen wird.

Anlage-Coach schlägt Wikipedia
Der Anlage-Coach liegt bei Google unter „Geldanlagen Erklärung“ seit Monaten auf Platz 1 und damit sogar noch vor Wikipedia!!! (z.B. im Zeitraum 03.04.2015 bis 23.06.2015)
Merke: Anlage-Coach vor Wikipedia – darauf können wir uns schon etwas einbilden!

Handelsblatt lobt unseren „Nachhaltigkeits-Check“
„Bank-Azubis haben ein gut durchdachtes Set konsistenter Nachhaltigkeitskriterien entwickelt. [..] Das Beurteilungssystem eignet sich gut als Einstieg und für den Alltag.“ Dies schreibt das Handelsblatt in ihrem Newsletter "Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments" vom 13.06.2014. Außerdem heißt es: „Das Projekt belegt, dass es eine faule Ausrede ist, wenn Bank- oder Finanzberater behaupten, Nachhaltigkeit sei zu schwer zu vermitteln und zu beurteilen.“
Merke: Wenn uns selbst die renommierteste deutsche Wirtschaftszeitung lobt…

Jubiläum: 5 Jahre „Investors Lounge für Senioren“

Zum fünftem Male trafen sich Seniorenanleger und Bankazubis, um sich gemeinsam mit einer aktuellen Geldanlageform zu beschäftigen – dieses Mal ging es um „Exchanged Traded Funds“ (ETF). Es ist schon außergewöhnlich, dass angehende Banker und Geldanleger über Jahre hinweg gemeinsam diskutieren, lernen und recherchieren.
Link: http://b4etf2015.jimdo.com/

Merke: Wir haben im Gefolge des Anlage-Coach sogar eine eigene Veranstaltungsreihe „intergenerationellen Lernens“ ins Leben gerufen!

Der Anlage-Coach als Trendsetter für „Fintech“
Nicht nur nach Meinung von „ARD Börse“ sieht die Anlageberatung der Zukunft wie folgt aus: Der Berater ist nur noch eine Software im Internet. Diese ermittelt mit ein paar kurzen Fragen die Anlagebedürfnisse des Kunden und seine Risikobereitschaft und errechnet in wenigen Millisekunden eine Anlagestrategie und einen Anlagevorschlag. Gefällt dem User der Anlagevorschlag, muss er nur noch auf „Kaufen“ klicken. Der Anlageberater der Zukunft ist damit ein „Robo-Advisor“. Die neue Marktnische nennt sich „Fintech“ (Finanztechnologie).
Genau dies aber leistet der Anlage-Coach im Kern aber schon seit fünf Jahren und noch immer weit präziser als die neuen Fintech-Plattformen, die nur einige ETF zur Auswahl bieten. Kein Wunder, dass wir damals sogar Kaufangebote von Banken hatten.


Merke: Vielleicht hätten wir uns damals doch an dem Businessplan-Wettbewerb des Netzwerkes Nordbayern beteiligen sollen - dann wären wir heute vielleicht reich?

6. Investors Lounge für Senioren
Unter dem Titel „Bank der Zukunft – Zukunft der Banken“ suchten die Senioren des Computerclubs Nürnberg 50+ und die Bankazubis der Berufsschule 4 Nürnberg nach Lösungen für die aktuelle Bankenkrise. Die Lösungsvorschläge und Visionen können sich sehen lassen.
http://b4-bank-in-der-zukunft-2016.jimdo.com/

Merke: Nur 12% unser Teilnehmer/innen glauben, dass es in 20 Jahren noch Bankfilialen geben wird, wie wir sie heute kennen.

„Finanzchecker“ – eine neue Erfolgsstory!!!
Gleich sechs Projektgruppen aus Bank- und Versicherungsklassen machten sich im Schuljahr 2015/16 an die Aufgabe, einen YouTube-Kanal für Jugendliche ohne Finanzwissen zu entwickeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine informative und interessante Website, ein unterhaltsamer Facebook-Account und ein YouTube-Kanal mit zahlreichen Erklärfilmen zu Versicherungen, Krediten, Geldanlagen und Kontoführung. Und der Lohn ließ auch nicht lange auf sich warten: Seite 1 bzw. Rang 1 bei Google und YouTube!!! Und dies gegen harte Konkurrenz von Banken und Versicherungsagenturen und gegen Jürgen Vogel und Heiner Lauterbach.
Das Projekt „Finanzchecker“ wurde zudem auf dem Bildungskongress der Deutschen Versicherungswirtschaft mit dem Preis „Innoward 2016“ ausgezeichnet. Unser Webangebot erhielt im Online-Voting der Kongressteilnehmer sogar mehr Stimmen als die beiden Konkurrenzprojekte von bekannten Versicherungsunternehmen zusammen. 
http://finanzchecker.jimdo.com/


Merke: Eine Bank aus Baden-Württemberg fand unsere Website so überzeugend, dass sie uns für zwei Jahre kostenlos ihre Webdomain „finanzchecker.de“ zur Verfügung stellte.

Finanzchecker II – eine weitere Erfolgsstory?
Das Anschlussprojekt „Finanzchecker pur“ will das Webangebot völlig neu ausrichten und qualitativ noch bessere Erklärfilme produzieren. Zudem soll es zu jedem Video ein Online-Quiz geben, so dass die neue Website „Finanzchecker pur“ als Selbstlernplattform für Jugendliche in Deutschland dienen kann.
http://finanzchecker-pur.jimdo.com/


Merke: Projekterfolge sollten nicht nach Projektende verpuffen, sondern nachhaltig weiterentwickelt werden.

Anlage-Coach – unverändert Google-Seite 1 unter „Geldanlagen einfach erklärt“
Auch mehr als sechs Jahre nach Projektende und unserem „Coming out“ im Netz liegt unsere Website unter vielen gebräuchlichen Suchbegriffen bei Google noch immer auf den ersten Seiten. Das ist für ein Schülerprojekt sensationell.


Merke: Qualität und gutes Marketing führen manchmal doch zu außerordentlichen Erfolgen.

Filmen und Fotografieren macht Spaß

Obwohl die meisten Projektmitglieder anfänglich von der Vorstellung  nicht gerade begeistert waren, sich vor einer Kamera produzieren zu müssen, machte die Videoarbeit letztlich den meisten doch gehörigen Spaß, egal ob vor oder hinter der Kamera.
Geradezu legendär wurde der Ausflug unserer Fotogruppe in ein örtliches Modehaus, um Fotos zu unseren Anlegertypen zu machen…
Merke: Mit entsprechendem Outfit und etwas Phantasie wird jeder zum „Model“.










 

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Live im Bayerischen Fernsehen bei
„Frankenschau aktuell“

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„Bayern3 Extra“ (Bayern3)

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Bank-Azubis entwirren Fachchinesisch
(Radiomeldung auf Antenne Bayern)

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Menschen am Sonntag
(Talkshow auf Antenne Bayern)

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Liveinterview bei Radio Gong


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Projektpräsentation bei der Preisverleihung


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       Ups!


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     Vertrauen?


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     Ein freundlicher Helfer


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     Vor dem Start


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     Mr. Stupka


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     Gleich gehts los!


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     Das perfekte Outfit?


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     Pretest der Talkshow


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     Wahr oder falsch?


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     Lehrerkonferenz